Muskelaufbau (Bodybuilding) (Quelle: Wikipedia, der freien Enzyklopädie)
Muskelaufbau ist eine Vergrößerung der
Muskulatur, die zumeist durch gezieltes Training wie z. B. Bodybuilding oder
Bodyshaping erfolgt. Hier ist zwischen Muskelhypertrophie und Muskelhyperplasie
zu unterschieden, wobei letztere beim Menschen in ihrer Existenz umstritten ist.
Muskelhypertrophiee
Muskelhypertrophie beschreibt die Vergrößerung des Muskulaturquerschnittes
hervorgerufen durch Dickenwachstum der Muskelfaser, nicht jedoch die Zunahme der
Muskelzellen-/Synzytienanzahl.
Muskelhypertrophie findet nur statt, wenn die Muskulatur über ihr normales
Leistungsniveau hinaus beansprucht wird, was einen so genannten Wachstumsreiz
auslöst, welcher wiederum vermehrte Eiweißeinlagerung bewirkt (siehe dazu
Anabolismus).
Muskelzellen sind polyenergide Zellen, d.h. sie besitzen mehrere Zellkerne.
Jeder Zellkern besitzt einen bestimmten „Einflussbereich“, welchen er durch
seine Genexpression steuert. Dieser „Einflussbereich“ nennt sich „myonucleare
Domäne“ oder myonuclear domain = MND. Die MND kann sich durch Krafttraining
vergrößern, indem durch einen Anabolismus Proteine eingelagert werden.
Allerdings besitzt die Größe der MNDs ein Maximum, das sich aufgrund der
Eigenschaft der Zelle ergibt, dass Sarkoplasma und Zellkern in einem, für den
Stoffwechsel optimalen, Verhältnis zueinander stehen. Weitere Hypertrophie
erfolgt nur noch durch die Aktivierung von Satellitenzellen, einer Art
Stammzellen, die noch weitestgehend undifferenziert sind und sich in Nähe der
Muskelfasern befinden, wodurch diese mit der Muskelzelle fusionieren und ihren
Kern als weiteren Zellkern der Muskelzelle beisteuern. So steigt die
Gesamtmenge der DNA in der Muskelzelle und somit steigt aufgrund neuer MND's
das Hypertrophiepotential. Dieser Vorgang wird durch chemische Signale
induziert, die Folge von Mikrotraumata sind, also von Verletzungen der
Zellmembran (dem Sarkolemm), die durch eine überschwellige, mechanische
Belastung ausgelöst werden. Durch die Verletzung der Zellmembran, tritt
Cytoplasma aus der Zelle aus und es werden Entzündungsreaktionen in Form von
chemischen Signalen ausgelöst. Diese chemischen Signale führen dazu, dass sich
Satellitenzellen zum Ort des chemischen Signales bewegen (Chemotaxis) und dort
mit der Muskelzelle fusionieren.
Muskelaufbau Training
Einsteiger ahmen gerne das Training erfahrener Bodybuilder nach. Das ist aber
nicht immer sinnvoll. Denn erstens reagiert der Körper nach längerer
Trainingspraxis anders und zweitens ist nicht jedes Training wirklich optimal.
Die andere suboptimale Variante ist, einfach drauf los zu trainieren. Da ist ein
gutes Ergebnis eher ein Glücksfall. Vertrauen Sie die Entwicklung ihres Körpers
nicht dem Glück an! Eine bessere Variante ist es, mit einem guten Trainer einen
Trainingsplan zu erarbeiten, der auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt ist.
Eine ebenfalls gute Variante ist das Training mit den Königsübungen.
Königsübungen fördern besonders den Masseaufbau. Denn Königsübungen sind
Muskelaufbau Übungen welche besonders viele Muskeln ansprechen und damit auch
eine größere Ausschüttung von Wachstumshormonen bewirken, als Isolationsübungen.
Gut für den Muskelaufbau. Diese Übungen sollte man sich von einem guten Trainer
zeigen lassen. Gut wenn dieser dann auf die Ausführung achtet. Ein Trainer der
von diesen Übungen abrät, macht es sich zu einfach und drückt sich vor der
Verantwortung. Richtig ausgeführt sind diese Übungen ein Gewinn und heißen nicht
umsonst Königsübungen. Alle weiteren Übungen, insbesondere Isolationsübungen
sollten später, ggf. als Ergänzung hinzu kommen. Wer regelmäßig Königsübungen
trainiert und beherrscht, wird sich beeindruckend entwickeln. Auch Profis
verwenden diese Übungen.
Muskelaufbau Ernährung
Positive Stickstoffbilanz: Durch die Nahrungsaufnahme wird der Körper über das
zugeführte Protein mit Stickstoff versorgt. Die Stickstoffbilanz ist dann
positiv, wenn über den Tag verteilt mehr Stickstoff zugeführt wird, als
ausgeschieden wird. Sie ist negativ, wenn der Körper gezwungen ist eigenes
Protein abzubauen und dabei anfallendes Stickstoff ausscheidet. Für Muskelaufbau
muß das Ziel also eine "positive Stickstoffbilanz" sein. Denn dann befindet sich
der Körper in einem anabolen (aufbauenden) Stoffwechselzustand. Durch
Muskelaufbau Training kommt es zu kleinen Mikrorissen in den Muskeln. Um diese
reparieren zu können und die Muskeln an die Belastung anpassen zu können,
benötigt der Körper Aminosäuren oder Whey (Protein). Denn Baustoff der Muskeln
sind Aminosäuren, aus denen das Protein der Muskeln besteht. (Mehr zum Thema =>
Aminosäuren) => (Protein Muskelaufbau)
Den Proteinbedarf kann man durch die normale Ernährung (Fleisch, Fisch,
Milchprodukte) decken. Aber wer macht das wirklich? Ein Mangel an für den
Muskelaufbau benötigten Aminosäuren kann aber den Muskelaufbau begrenzen.
Proteinpulver haben den Vorteil schnell alle Aminosäuren für den Muskelaufbau
zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig weniger Kalorien zu enthalten, als zum
Beispiel ein Stück Fleisch mit gleichem Proteingehalt. Whey kann schnell vom
Körper in Aminosäuren zerlegt werden und ist daher ein schneller Lieferant von
Aminosäuren für den Muskelaufbau. Man kann den Muskelaufbau unterstützen, indem
man sofort nach dem Training einen Shake aus Whey und Dextrose nimmt. Die
Dextrose lockt das Insulin, füllt die geleerten Glykogenvorräte und sorgt so
auch für einen verbesserten Transport der Aminosäuren in die Muskelzellen.
Bodybuilder und Kraftsportler haben einen deutlich höheren Proteinbedarf als
Nichtsportler.
Der Proteinbedarf kann von 1,5g/kg Körpergewicht beim Hobbybodybuilder bis zu
3g/kg Körpergewicht beim ambitioniert trainierenden Athleten reichen, in Fällen
von Steroidnutzung oder bei Wettkämpfern auch darüber
Bei einer Diät schützt ein hoher Proteinanteil die Muskulatur
Eine Ernährung mit verschiedenen Proteinquellen oder ergänzt mit Proteinshakes
sollte für eine möglichst vollständige Aminosäurenbilanz sorgen.
Je nach Situation sollten sowohl langsam, als auch schnell verdauliche
Proteinquellen genutzt werden
Proteinshakes sind praktisch für unterwegs und helfen, die optimale Proteinmenge
zu erreichen.
Die wichtigsten Proteinmahlzeiten sind nach dem Training und vor dem
Schlafengehen